Archiv: Januar 2009

Operation Walküre: Claus Graf Stauffenberg vs. Tom Cruise

Was ist Spielfilm-Fiktion, was ist Wirklichkeit in „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“? Der Regisseur Bryan Singer und der Hauptdarsteller Tom Cruise haben immer wieder betont, wie wichtig es ihnen war, den historischen Fakten möglichst treu zu bleiben – auch deshalb wurde eine Schlüsselszene des Films am Ort des realen Geschehens, im Hof des Berliner Bendlerblocks, gedreht. Doch gerade für den historisch interessierten Zuschauer bleiben viele Fragen offen. Hier untersuche ich die wesentlichsten Abweichungen von der Wirklichkeit, die man in meinem historischen Sachbuch „Operation Walküre – Das Drama des 20. Juli“ nachvollziehen kann.

„Operation Walküre“, Claus Graf Stauffenberg und der Widerstand gegen Hitler – ein Interview mit Tobias Kniebe

Was kann man heute noch Neues über Claus Schenk Graf von Stauffenberg, seine Mitverschwörer und die Ereignisse des 20. Juli 1944 erfahren? Spielt es eine Rolle, in welcher Kirche Stauffenberg am Tag vor dem Attentat gebetet hat? Und was halten Stauffenbergs Söhne von der Arbeit der Historiker? In einem Interview mit der Rowohlt Revue spreche ich über die Arbeit an meinem Buch „Operation Walküre“ – und über die Schwierigkeit, nach unzähligen politischen Deutungen der Vergangenheit einen unvoreingenommenen Blick zu bewahren.

Henning von Tresckow und die Bombe in Hitlers Flugzeug – Leseprobe aus Tobias Kniebes „Operation Walküre. Das Drama des 20. Juli“

Die Bombe im „Führerhauptquartier“ am 20. Juli 1944 war keineswegs der erste Versuch, Hitler umzubringen und den Nationalsozialisten die Macht in Deutschland zu entreißen. Auch die „Operation Walküre“, der Plan eines militärischen Staatsstreichs gegen Hitler, begann wesentlich früher. Einen ersten Höhepunkt erreichte die Verschwörung im März 1943, als Oberst Henning von Tresckow, der große Planer des militärischen Widerstands, Hitler zu einem Besuch im Hauptquartier der Heeresgruppe Mitte im besetzten Russland überreden konnte. Philipp Freiherr von Boeselager war als junger Ordonnanzoffizier dabei – und konnte mir kurz vor seinem Tod noch zahlreiche Details berichten. Mit diesem Kapitel beginnt mein Buch.